Social and Economic Impact of Higher Education at the Local and Global Level

CGHE

The Center for Global Higher Education (CGHE) is a research institute in the UK with a research focus on local and global engagement and its social and economic impact. Prof. Dr. Simon Marginson is the director of the CGHE and the research programme ‘Global higher education engagement’. In his research he is particularly interested in policy and system organization in higher education as well as international and comparative higher education.

Editing Office: How would you describe the mission of your institution?
Simon Marginson: The mission of the Centre for Global Higher Education is to inform and improve higher education policy and practice through its research programmes, which integrate local, national and global perspectives.

Editing Office: Which are the main topics of research on Higher Education that should be addressed using international cooperation/comparison?
Simon Marginson: Public good, governance and engagement, participation and macro-economic fluctuations, and the graduate labour market are some particular examples of research topics on higher education that should be addressed using international cooperation/comparison.

Editing Office: Which projects are most important and relevant in the international context?
Simon Marginson: All of CGHE’s research projects are relevant to the future of higher education. Two projects investigating public good are particularly relevant in an international context: one focuses on the internationalisation of higher education as a public good while the other investigates local and global public good contributions of higher education.

Editing Office: What are the main and most recent trends in the higher education system in your country? How would you explain these phenomena as a researcher in the area?
Simon Marginson: A Higher Education Bill is currently going through Parliament in the UK, following a White Paper that was published earlier this year. This has implications for the regulatory landscape. The opening up of the market and the growth in private provision has led to questioning of the value of universities and how to measure their contribution to society. There is debate around whether increasing competition in higher education provision will deliver better or worse outcomes and value for students and taxpayers. The increase in fees means that students are increasingly viewed as consumers, and there is much debate about how to measure teaching quality. There is debate around investment in research and resources for teaching, and the relationship between research and teaching. The rising cost of higher education means that there is an increased focus on student outcomes and employment. Other key global trends affecting the UK include changes in international student mobility, research internationalization, and growing commercial partnerships as a result of decreased investment in higher education.

Editing Office: How should the profile of your institution develop within the next ten years and which are the challenges that you expect the institution to be faced with?
Simon Marginson: CGHE’s ability to provide a global perspective means it will continue to be at the forefront of debate about the future of higher education within the next ten years, particularly in the UK. The findings from its research projects will influence, and improve, policy decisions about higher education. CGHE’s relationships with its associate organisations will enable it to enhance higher education engagement with stakeholders and communities. Challenges include the rapidly changing higher education landscape – at both a national, regional and global level – and the need to respond effectively to new, emerging priorities.

 

IM FOLGENDEN DIE DEUTSCHE ÜBERSETZUNG DES INTERVIEWS:


Soziale und wirtschaftliche Wirkungen von Hochschulen auf lokaler und globaler Ebene

Das Centre for Global Higher Education (CGHE) ist ein Forschungsinstitut in Großbritannien, das sich mit lokalen und globalen Fragestellungen zu gesellschaftlichem und ökonomischen Auswirkungen des Hochschulsektors befasst. Prof. Dr. Simon Marginson ist Direktor des CGHE und leitet den Arbeitsbereich zu Globalen Beziehungen im Hochschulbereich. Sein Interesse gilt der Hochschulforschung und der international vergleichenden Hochschulforschung, insbesondere mit Bezug auf Politik und Systemorganisation.

WiHo-Redaktion:  Wie würden Sie die Mission Ihres Instituts beschreiben?
Simon Marginson: Die Mission des Centre for Global Higher Education ist es, Praxis und Politik im Hochschulbereich zu verbessern, indem es Forschung betreibt, dabei lokale, nationale und globale Perspektiven einnimmt und die gewonnenen Erkenntnisse bekannt macht.

WiHo-Redaktion: Welches sind zentrale Themen der Hochschulforschung, die im internationalen Vergleich untersucht werden sollten?
Simon Marginson: Öffentliche Güter, Governance und Vernetzungen, Teilhabe und makroökonomische Fluktuationen sowie der Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventinnen und -absolventen sind als Beispiele für besonders relevante Themen der Hochschulforschung zu nennen, die im internationalen Vergleich untersucht werden sollen.

WiHo-Redaktion: Welche der Projekte des CGHE sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig und relevant im internationalen Kontext?
Simon Marginson: Die Forschungsprojekte des CGHE beschäftigen sich mit den gerade genannten Themen. Zwei Projekte, die sich dem Bereich öffentlicher Güter widmen, scheinen mir dabei im internationalen Kontext besonders relevant zu sein: Eines befasst sich mit der Internationalisierung von Hochschulen als öffentliches Gut, während das andere den lokalen wie globalen Beitrag von Hochschulen als öffentliches Gut untersucht.

WiHo-Redaktion: Was sind die wichtigsten Trends im Hochschulbereich in Ihrem Land? Wie würden Sie diese Phänomene als Hochschulforscher erklären?
Simon Marginson: Ein Hochschulgesetz wird derzeit im britischen Parlament diskutiert. Die Öffnung des Marktes und die Zunahme privater Angebote haben dazu geführt, dass die universitären Werte und die Art, deren gesellschaftlichen Beitrag zu messen, infrage gestellt wurden. Es gibt eine Debatte dazu, ob zunehmender Wettbewerb im Hochschulbereich ein besseres oder schlechteres Ergebnis für Studierende und Steuerzahler hervorbringt. Durch höhere Gebühren werden Studierende zunehmend als Konsumenten betrachtet. Auch in diesem Zusammenhang wird intensiv darüber diskutiert, wie die Qualität der Lehre gemessen werden kann. Es gibt auch eine Debatte zu Investitionen in der Forschung und zu Ressourcen für die Lehre sowie zur Beziehung zwischen Forschung und Lehre. Die steigenden Kosten von Hochschulen bringen einen gestiegenen Fokus auf Beschäftigung und Studienabschlüsse mit sich. Andere zentrale Trends beziehen sich auf Veränderungen im Hinblick auf die internationale Studierendenmobilität, die Internationalisierung von Forschung und die Zunahme kommerzieller Partnerschaften als Ergebnis zurückgehender Investitionen in Hochschulen.

WiHo-Redaktion:  Wie sollte sich Ihrer Meinung nach das Profil Ihres Instituts in den nächsten zehn Jahren entwickeln, und welches sind die Herausforderungen, denen es dabei begegnen muss?
Simon Marginson: Durch die Fähigkeit des CGHE, eine globale Perspektive einzunehmen, wird es weiterhin die Debatten über die Zukunft von Hochschulen in den nächsten zehn Jahren prägen, besonders in Großbritannien. Die Ergebnisse der Forschungsprojekte werden politische Entscheidungen zum Hochschulbereich beeinflussen und verbessern. Die Verbindungen des CGHE und seiner assoziierten Organisationen werden es ermöglichen, die Beziehungen zwischen Hochschulen und verschiedenen Stakeholdern zu fördern. Herausforderungen sind dabei die schnellen Veränderungen in der Hochschullandschaft auf der nationalen, regionalen und globalen Ebene und die Notwendigkeit, effektiv auf neue Prioritäten zu reagieren.