ProL

Profilbildung und Leistungsbewertung der Forschung

Universität Bremen

Universitäten betreiben zunehmend forschungsbezogene Profilbildung. Dies stellt sie vor die Herausforderung, schwierige und potentiell konfliktträchtige strategische Entscheidungen treffen und rechtfertigen zu müssen. Leistungsbewertungen können helfen, sich vor Profilierungsentscheidungen zu orientieren und diese zu legitimieren. Sie können jedoch ebenso Ressource für Kritik und Widerstand sein, zumal mit Bewertungspluralismus und uneindeutigen, interpretationsoffenen Einschätzungen zu rechnen ist. Vor diesem Hintergrund soll das Projekt zu einem vertieften Verständnis der pragmatischen Voraussetzungen universitärer Profilbildung und der Verwendung von Leistungsbewertungen beitragen.

Das Projekt besteht aus zwei Teiluntersuchungen, die im Rahmen von Fallstudien durchgeführt werden. In einem ersten – gewichtigeren – Projektteil werden auf der Grundlage von Interviews und verfügbaren Dokumenten solche Profibildungsprozesse rekonstruiert, bei denen Universitäten Forschungsschwerpunkte formal definieren und als für die Gesamtorganisation profilbildend ausflaggen.

In einem zweiten – ergänzenden – Projektteil soll die öffentliche Kommunikation von relevanten Leistungsbewertungen untersucht werden. Dies beinhaltet eine Analyse

  1. der öffentlichen Kommunikation der Bewertungsanbieter,
  2. der massenmedialen Verarbeitung in regionalen und überregionalen Medien und
  3. der Internetauftritte und Selbstdarstellungsdokumente der betroffenen Universitäten und Fachbereiche.

Zuwendungsempfänger

Universität Bremen, EMPAS Institut für empirische und angewandte Soziologie
Projektleitung: Dr. Frank Meier

FKZ: 01PY13006
Betrag: 482.775,91 EUR
Laufzeit: 01.01.14 – 31.03.17