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Lebenslaufansatz und Studienabbruch. Eine multikontextuelle Analyse zu den Ursachen und Folgen des Studienabbruchs

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Angesichts des hohen Bedarfs an akademischen Fachkräften im Zuge des demographischen Wandels, hoher Abbrecherquoten in einzelnen Studienfächern sowie negativer Folgen von Abbrechern für die Akkreditierung und leistungsorientierte Mittelvergabe kommt der empirischen Analyse sowie der Prävention und Intervention der Abbruchneigung und Abbrecherquote von Studierenden eine hohe Bedeutung zu. Nationale und internationale Studien weisen auf vielfältige Ursachen für eine Abbruchneigung und einen Abbruch hin. Sie verdeutlichen, dass querschnittliche und monokausale, aber auch fächerkulturübergreifende Analysen nicht ausreichen. Stattdessen werden integrative und längsschnittliche Analyseansätze unter Berücksichtigung unterschiedlicher Fächerkulturen benötigt. Im beantragten Forschungsprojekt sollen daher mittels eines integrativen, lebenslauftheoretischen Längsschnittansatzes die Ursachen der Abbruchneigung und des Abbruches in ausgewählten Fächerkulturen analysiert werden. Geklärt werden soll 1. welche Bedeutung unterschiedliche Einflussfaktoren auf die Studienabbruchneigung und den Studienabbruch haben und 2. wie die Studienabbruchneigung und den Studienabbruch verringert werden können.

Eine Stärke des beantragten Forschungsprojektes liegt im interdisziplinären, fächerkulturbezogenen und integrativen Forschungsansatz, der Berücksichtigung a) der individuellen Dispositionen und Ressourcen und b) des Hochschulkontextes sowie vor allem c) des familialen Kontextes und d) des Partnerschafts- und Freundschaftskontextes. Wenn ein Hauptgrund der Studienabbruchneigung und des tatsächlichen Studienabbruchs in der psychischen Überforderung der Studierenden liegt, dann ist es offensichtlich, dass weiterführende Informationen über die Bedingungen im privaten Lebensbereich hier hilfreiche Zusatzinformationen bereitstellen. So kann genauer eruiert werden, welche situativen Bedingungen im familialen sowie im partnerschaftlichen und Freundschaftskontext Voraussetzungen dafür sind, dass Präventions- und Interventionsprogramme zielführend sind, bzw. inwieweit private Lebenssituationen dem deutlich entgegenstehen.


Zuwendungsempfänger

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Verbundleitung: Prof. Dr. Michael Feldhaus
FKZ: 01PX16017
Betrag: 425.289,60 EUR

Laufzeit: 01.04.2017 – 31.03.2020