Kompetenzmodellierung und Instrumente der Kompetenzerfassung im Hochschulsektor

Eine Frau zeigt bei einer Präsentation ein Schaubild.

Im Rahmen der Förderlinie „Kompetenzmodellierung und Instrumente der Kompetenzerfassung im Hochschulsektor – Validierung und methodische Innovationen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden vorhandene Modelle und Instrumente zur Erfassung der an Hochschulen vermittelten Kompetenzen validiert und innovative Messmethoden entwickelt. Daneben nimmt der Transfer der erzielten Erkenntnisse in die Hochschulpraxis eine besondere Bedeutung ein.

Messung von Kompetenzen und ihre Relevanz

Die Vermittlung fachspezifischer und fachübergreifender Kompetenzen ist nicht erst seit der Bologna-Reform ein zentrales Ziel der Hochschulbildung. Zu dieser „Kompetenzorientierung der Hochschullehre“ gehören auch Verfahren zur Feststellung von Kompetenzen, d. h. kompetenzorientierte Prüfverfahren. Zunehmende Bedeutung erlangen diese z. B. ebenfalls bei Anerkennungs- und Zulassungsfragen, die durch die Öffnung der Hochschulen sowie deren wachsende Internationalisierung verstärkt auftreten.

Solche Verfahren können auch in anderen Zusammenhängen eingesetzt werden, etwa um die Wirksamkeit didaktischer Lehr-Lern-Formate oder Curricula zu untersuchen. Vor diesem Hintergrund tragen sie maßgeblich zur Sicherung der Qualität der Lehre bei. Perspektivisch kann mit einer auf solchen Testverfahren beruhenden Kompetenzdiagnostik ebenfalls eine Basis für individuellere Lernangebote geschaffen werden, wie sie hinsichtlich der stärkeren Ausdifferenzierung der Studierendenschaft vermehrt als erforderlich angesehen wird.

Die Forschung zur Entwicklung solcher kompetenzorientierter Testverfahren ist auch in internationaler Perspektive und insbesondere mit Blick auf die Hochschullehre ein noch sehr junges Gebiet. Angesichts der großen Komplexität des Hochschulsystems mit enormen Herausforderungen konfrontiert. Derzeit liegen eine Reihe theoretisch fundierter und empirisch erprobter Modelle und Messinstrumente zu verschiedenen Fertigkeiten und Fähigkeiten von Studierenden vor. Diese wurde bereits im Rahmen der vorangegangenen Förderlinie „Kompetenzmodellierung und Kompetenzerfassung im Hochschulsektor“ (Laufzeit 2011 bis 2015) gefördert, in deren Mittelpunkt grundlegende Arbeiten zur Entwicklung von Kompetenzmodellen standen. Weitergehende Validierungen dieser Modelle und Instrumente erfolgen im Rahmen dieser Förderlinie.

Laufzeit der Förderlinie

Die Veröffentlichung dieses Förderangebots erfolgte im Januar 2015. Die 15 ausgewählten (Verbund-) Projekte starteten sukzessiv zwischen Oktober 2015 und April 2016. Bei Laufzeiten bis zu 4 Jahren endet das Gros der Projekte im Sommer 2019. 

Die Koordinierungsstelle

Die Koordinierungsstelle unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Anand Pant (Humboldt-Universität zu Berlin) und Frau Prof. Dr. Olga Zlatkin-Troitschanskaia (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) unterstützt die hochschulübergreifende, nationale und internationale Vernetzung der Förderlinie und ihrer Akteure.
Ihre Schwerpunkte liegen auf der zielgruppengerechten Aufbereitung und Verbreitung der Forschungsergebnisse, der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie der Unterstützung der Vorhaben beim Feldzugang.

Kontakt:

Prof. Dr. Hans Anand Pant
Tel.: +49 (0)30 2093-4315
E-Mail: hansanand.pant(at)hu-berlin.de

Prof. Dr. Olga Zlatkin-Troitschanskaia
Tel.: +49 6131 39 22009 
E-Mail: lstroitschanskaia(at)uni-mainz.de