Hochschul- und Wissenschaftsmanagement

Hochschulen und Forschungseinrichtungen entscheiden zunehmend selbst über ihre Schwerpunkte und entwickeln diese in Strategieprozessen. Von den Entscheidungsträgerinnen und -trägern wird dabei Kommunikationsfähigkeit und Führungsstärke erwartet. Betriebswirtschaftliche Instrumente werden im Controlling, Marketing und Qualitätsmanagement eingesetzt, um Leistungsfähigkeit in Forschung und Lehre zu sichern. Diese Veränderungen können jedoch nur gelingen, wenn es Menschen gibt, die diesen Wandel und seine Umsetzung aktiv gestalten und die neuen Instrumentarien richtig „bedienen“ können.

Die Absolventinnen und Absolventen arbeiten inzwischen an zahlreichen Schaltstellen im Wissenschaftssystem. Besonders wichtig ist dabei, dass betriebswirtschaftliche Ansätze aus der Privatwirtschaft nicht eins zu eins auf den Wissenschaftssektor übertragbar sind; das Management muss die Besonderheiten von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen berücksichtigen und damit letztlich einen Beitrag zur Qualität von Forschung und Lehre leisten.


Hochschule

Hochschule Osnabrück


Abschluss

Master of Business Administration (MBA)


Ziele

Betriebswirtschaftliche Ansätze im Hochschulmanagement müssen der Kultur und den Zielen von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen gerecht werden. Daher wird institutionelles mit betriebswirtschaftlichem Wissen verknüpft; theoretische Grundlagen finden ihre Anwendung in Praxisbeispielen aus dem Wissenschaftskontext; Know-how über die Instrumentarien wird gleichermaßen vermittelt wie persönliche Kompetenzen.


Themen und Inhalte

Die Gesamtbreite des Managements und die unterschiedlichen Funktionsbereiche Strategie, Personal, Controlling, Marketing und Qualität werden im Studienverlauf abgedeckt. Die Studieninhalte umfassen weiterhin institutionelles Wissen über das nationale und internationale Wissenschaftssystem, Trainings zur Führung und Kommunikation sowie Module zum Praxistransfer. In weiteren Modulen steht der wissenschaftsadäquate Transfer von Managementmethoden im Kontext des Hochschul- und Wissenschaftssystems im Vordergrund. Es werden Managementbereiche problemorientiert aufgegriffen, die für das Wissenschaftssystem spezifisch sind (wie Technologietransfer oder Internationalisierung). Um wissenschaftsadäquat handeln zu können, benötigen Studierende Wissen über Systemstrukturen, über Unterschiede zwischen verschiedenen Wissenschaftseinrichtungen, über historische Entwicklungen, Zukunftstrends des Hochschul- und Wissenschaftssystems und die Funktionsweise der akademischen Kultur. Die Lehrenden kommen überwiegend aus dem Hochschulkontext, ebenso die Fallstudien, aber auch die anderen Bereiche des Wissenschaftssystems werden einbezogen.


Studienaufbau

Wer in 4 Semestern das berufsbegleitende Studium absolvieren möchte, sollte pro Semester 4 Module belegen. Durch die Möglichkeit der individuellen Auswahl von Modulen können Studierende die Modulanzahl jedoch anpassen, um den Zeitaufwand für das Studium und ihren individuellen Studienverlauf der eigenen Lebenssituation anzugleichen.

Präsenzveranstaltungen in einem Modul finden mit einem Abstand von mindestens 2 Wochen statt. Dabei profitieren die Studierenden insbesondere vom Austausch untereinander.


Regelstudienzeit

4–6 Semester


Studienbeginn

Sommersemester, Quereinstieg zum Wintersemester nach Prüfung der Voraussetzungen möglich


Studienform(en)

berufsbegleitend, weiterbildend


Zulassung und Bewerbung

Voraussetzung zur Aufnahme des Studiums Hochschul- und Wissenschaftsmanagement sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium und mindestens 2 Jahre einschlägige Berufserfahrung.


Zielgruppe

  • Quereinsteiger/-innen aus der Wissenschaft ins Management
  • Personen mit spezialisierter Tätigkeit im Wissenschafts- und Verwaltungsmanagement
  • Führungskräfte mit Bezug zum Wissenschaftsmanagement

Fristen und Termine

Der reguläre Beginn des Studiums ist jeweils zum Sommersemester (1. März) möglich. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar.